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Zirkulär denken – gemeinsam handeln
Interview Katharina Bäuerlein
Katharina Bäuerlein kennt Vorwerk von klein auf – und hat sich immer wieder bewusst für neue Wege entschieden. Ihr Weg vom Projekteinkauf in Wuppertal über das Warehouse Management bei Vorwerk in der Schweiz zur Landesgesellschaft nach Australien zeigt, wie dynamisch sich Laufbahnen bei Vorwerk gestalten lassen. Wir haben mit ihr darüber gesprochen, was sie antreibt, wie sie Veränderungen erlebt und was die strategische Priorität „Develop People“ bei Vorwerk für sie ganz konkret bedeutet.



Vorwerk war bei uns zuhause einfach immer da. Ich bin mit den Produkten aufgewachsen – Thermomix® und Kobold gehörten zum Alltag. Und es waren nicht nur die Produkte selbst: Meine Mutter war zeitweise Beraterin bei Vorwerk, und mein Vater arbeitete bei den Vorwerk Elektrowerken und Vorwerk Deutschland. Sein Job führte uns damals von Heidelberg nach Wuppertal. Dadurch hatte Vorwerk für mich schon früh eine sehr persönliche Bedeutung.
Ich habe in Dortmund Wirtschaftsingenieurwesen studiert und während des Studiums ein Praktikum bei den Vorwerk Elektrowerken gemacht, und zwar im Projekteinkauf. Das war eine sehr spannende Phase. Auch nach dem Praktikum war ich als Werkstudentin im Einkauf tätig. Diese Phase hat mir sehr eindrücklich gezeigt, wie Entscheidungen vorbereitet werden und wie viele Schnittstellen es zu berücksichtigen gibt.
Der Wunsch war definitiv da, direkt bei Vorwerk einzusteigen, und ich habe zu diesem Zeitpunkt auch einige Gespräche hierzu geführt. In dieser Phase hat sich aber noch nicht unmittelbar die passende Einstiegsrolle ergeben, die fachlich und vom Timing her ideal gepasst hätte. Deshalb habe ich mich für eine andere spannende Option bei einer bekannten Unternehmensberatung entschieden. Das hat sich als gute Wahl erwiesen, denn ich habe dort wertvolle Erfahrungen in internationalen Unternehmenskontexten gesammelt, die ich später bei Vorwerk gezielt einbringen konnte.
Ich bin mit vielen Kolleginnen und Kollegen in Kontakt geblieben. Mein damaliger Vorgesetzter war zwischenzeitlich zum Chief Operating Officer in der Schweiz ernannt worden. Eines Tages hat er mich dann gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, dort in seinem Team mitzuwirken. Und daraus hat sich schließlich ergeben, dass ich 2023 die Position „Head of Warehouse and Transport Management“ übernommen habe. Obwohl der Warehouse-Bereich zuvor nicht mein beruflicher Schwerpunkt war, machte gerade diese Herausforderung die Position spannend. Es war großartig, dass Vorwerk mir das Vertrauen geschenkt hat, diese Rolle erfolgreich auszufüllen. Außerdem passte die Tätigkeit zu mir: Als strukturierter und datenverliebter Mensch übernehme ich gerne die Verantwortung dafür, dass Dinge zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind.
Ein zentraler Schwerpunkt meiner Arbeit in dieser Zeit war die Eröffnung eines neuen, extern betriebenen Zentrallagers am Standort Schwelm in Deutschland. Da viele Abläufe neu entwickelt werden mussten und zahlreiche interne wie externe Stakeholder zu koordinieren waren, war das Projekt besonders prägend. Ergänzend dazu konnte ich bei Vorwerk weitere wertvolle Erfahrungen sammeln, unter anderem im Rahmen des Group Talent Program sowie durch die Einladung zur „Direct Selling Academy“, was für mich ein persönliches Highlight war.
Während meiner Tätigkeit in der Schweiz hatte ich ein großartiges Team, aber natürlich fand die Arbeit dort größtenteils vor dem Rechner statt. Bei der „Direct Selling Academy“ bin ich dann zum ersten Mal tiefer in die Welt unserer Beraterinnen und Berater eingetaucht. Die Begeisterung im Raum war förmlich greifbar und höchst ansteckend. Dazu kamen beeindruckende Lebensgeschichten. Da wurde mir klar: Ich möchte gerne noch näher an die Welt des Direktvertriebs bei Vorwerk heranrücken.
Das „Group Talent Program“ bietet erfahrenen Fach- und Führungskräften die Chance, ihre Karriereentwicklung international voranzutreiben: Englischkenntnisse und mindestens sieben Jahre Berufserfahrung bilden die Basis, Offenheit für globale Mobilität und Führungsverantwortung den Rahmen. Einmal jährlich startend, wird das 18–24-monatige Programm begleitet von der Executive School der Universität St. Gallen und führt durch drei Lernphasen: Beginnend mit der Stärkung heutiger Fähigkeiten und einer klaren Standortbestimmung der aktuellen Führungskompetenzen. Aufbauend darauf ein Fokus auf vorausschauendes zukunftsgerichtetes Denken mit tiefem Verständnis für das Vorwerk spezifische Business-Modell. Beides wird abgerundet mit einem Toolset, die aktive Umsetzung der Strategie mit high-performing Teams zu gestalten und zu führen. Der Aufbau eines gruppenweiten Netzwerks durch Austausch, Präsenzevents und spezifische Projekt-Missionen unterstützt den Transfer in die Praxis. Ziel ist es, Führungsstärke und die Verbindung zur gruppenweiten Vorwerk Kultur auszubauen – mit spürbarem Beitrag zu nachhaltigem Unternehmenserfolg.







Ich habe vor allem viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen im Konzern geführt. Dadurch wurde mir klar, dass ein Wechsel in eine Landesgesellschaft für mich der richtige Schritt sein könnte. Genauso eine Gelegenheit hat sich mir dann in Australien geboten, und ich habe sie gerne ergriffen. Seit Sommer 2025 bin ich Chief of Staff bei Vorwerk in Australien und Neuseeland.
In Australien sind rund 5.000 Beraterinnen und Berater tätig. In meiner Rolle geht es vor allem darum, gemeinsam mit meinem Team die bestmöglichen Voraussetzungen für ihren Erfolg zu schaffen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der operativen Unterstützung im Vertrieb sowie auf der Gestaltung von Formaten, die Motivation, Austausch und Anerkennung fördern. Dazu zählen die Planung und Umsetzung von Veranstaltungen und Incentive-Reisen ebenso wie besondere Erlebnisse, mit denen wir herausragende Leistungen würdigen und unsere Beraterinnen und Berater nachhaltig motivieren.
Vom ersten Tag an fühlte ich mich willkommen, und alle Kolleginnen und Kollegen unterstützen mich sehr bei meiner neuen Aufgabe. Das finde ich großartig, zumal man wissen muss: Vorwerk Produkte wurden in Australien bis zur Reintegration von Thermomix® im November 2024 über einen unabhängigen Distributor vertrieben. Auch meine Position wurde neu geschaffen. Insofern hat sich in den letzten Monaten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch für die Beraterinnen und Berater natürlich einiges verändert, und ich empfinde es daher als nicht selbstverständlich, dass ich als neue Führungskraft so viel Unterstützung erfahre. Was mir außerdem geholfen hat, ist, dass ich einige der Kolleginnen und Kollegen bereits vor meinem Start auf Veranstaltungen kennenlernen durfte.
Nein, auch wenn ich in Australien noch nicht über langjährige Markterfahrung verfüge, wurde mir von Anfang an Vertrauen entgegengebracht – und dieses wächst kontinuierlich. Vor allem kann ich etwas Wichtiges einbringen: Durch die Entwicklung vom Distributor in einer Vorwerk Landesgesellschaft sind viele Kolleginnen und Kollegen erst seit Kurzem Teil der Vorwerk Familie. Mit meiner internationalen Erfahrung und meinem Vorwerk Know-how kann ich sie dabei unterstützen, ihr Verständnis für unsere Prozesse und Strukturen zu fördern.
Die Menschen hier starten früh in den Tag. Am Nachmittag nach der Arbeit zieht es viele Leute ans Meer oder in die Natur. Diese aktive Lebensweise steckt an. Überhaupt ist die Natur hier unglaublich beeindruckend, und das Land ist wie gemacht für Roadtrips: Man fährt los und findet sich eine Stunde später in einer völlig anderen Welt wieder. Und dann sind da die kleinen Alltagsmomente, die man vorher nicht erwartet hat: draußen strahlender Sonnenschein – drinnen Gänsehaut wegen stark klimatisierter Räume. Auch die Mittagspause ist anders als in Europa: Häufig bleibt es beim schnellen Lunch am Schreibtisch. Und ja – Australien wäre nicht Australien ohne seine tierischen Überraschungen: Spinnen im Auto, im Briefkasten … seitdem ist der kurze Blick in die Schuhe fester Bestandteil meiner Routine.
Am stärksten spüre ich die Entfernung zu meiner Familie in Deutschland – besonders an Tagen, an denen zuhause etwas passiert oder man „mal eben“ zusammen sein möchte. Dass mein Partner aus der Schweiz mit nach Australien gekommen ist, bedeutet mir viel. Auch für ihn war es ein großer Schritt, aber er kann seine Tätigkeit von hier aus fortführen. So können wir dieses schöne Abenteuer gemeinsam erleben.
Vielen Dank, Katharina, für das offene Gespräch und die Einblicke in deinen Weg bei Vorwerk.
Die „Direct Selling Academy“ ist ein Führungs- und Entwicklungsprogramm von Vorwerk, in dem Führungskräfte das einzigartige Direktvertriebsmodell des Unternehmens praxisnah erleben. Sie verbindet Erfahrung mit frischem Denken, fördert Zusammenarbeit und Innovation und adressiert Stärken, Herausforderungen sowie Zukunftschancen des Direktvertriebs. Damit dient die „Direct Selling Academy“ als lebendiger Ausdruck der Vorwerk DNA und stärkt die Fähigkeit der Organisation, gemeinsam zu lernen, sich weiterzuentwickeln und die Zukunft aktiv zu gestalten.